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Carport am Haus: Das sollten Sie beachten!

Veröffentlicht am 19. März 2019

Carport

Kennen Sie das? Sie treten im Winter morgens aus der Haustür und müssen erst einmal Ihr Auto vom Schnee befreien, bevor Sie zur Arbeit fahren können. Nicht so mit einem Carport am Haus. Darunter finden sämtliche Fahrzeuge Schutz – vom PKW über den Roller bis zum Fahrrad. Beim Bau gibt es einiges zu beachten. Mehr erfahren Sie hier.

Ein Carport am Haus sollten Sie nicht einfach so aus einer Idee heraus bauen. In der Regel bedarf es einer offiziellen Baugenehmigung. Welche Richtlinien gibt es? Wie sollten Sie einen Bauantrag ausfüllen? Und was gibt es außerdem zu beachten?

Carport-Baugenehmigung: Was muss ich wissen?

Leider kommen Sie nicht darum herum, sich zunächst einmal mit den Richtlinien für den Bau eines Carports am Haus zu beschäftigen. Ob Sie eine Baugenehmigung für Ihr Carport benötigen, hängt dabei sowohl von der Landesbauordnung ab, als auch von den Vorschriften der Städte und Kommunen. Hier ist die Rede vom sogenannten Bebauungsplan.

Beim Bauamt der Stadt Wuppertal  erfahren Sie, dass grundsätzlich jedes Bauvorhaben auf eine Genehmigungspflicht hin geprüft wird. Vorschriften zu Brandschutz und Abstandsflächen beispielsweise richten sich nach der Landesbauordnung NRW. Allgemein gilt: Ein Carport am Haus muss sich in die Umgebung einfügen.

Wenn Sie sichergehen möchten, dass Sie verfahrensfrei bauen dürfen, sollten Sie…

… die Abstände zum Eigen- und zum Nachbargrundstück regelkonform einhalten,

… die Brandschutzvorschriften berücksichtigen,

… die Grenzwerte für die Wandhöhen nicht überschreiten und

… eventuelle Denkmalschutz- und Umweltschutzregelungen beachten.

Das Carport-Baurecht wird in jedem Bundesland spezifisch festgelegt. Laut Landesbauordnung NRW  ist in Nordrhein-Westfalen der Bau eines Carports oder einer Garage nur genehmigungsfrei bei einer mittleren Wandhöhe von bis zu 3 Metern und einer Brutto-Grundfläche von bis zu 30 Quadratmetern (§ 62, Satz 1 b).

Tipp: Holen Sie sich am besten zusätzliche Informationen beim Bauamt Wuppertal  ein. Hier können Sie Ihren spezifischen Fall vortragen und bekommen Antworten auf Ihre individuellen Fragen.

Was sagt der Nachbar zum Carport am Haus?

Sie haben richtig gelesen. Auch Ihr Nachbar hat ein Veto-Recht, wenn es um Ihr Carport am Haus geht. Konkret heißt das: Wenn Ihr Bauvorhaben die genehmigungsfreien Vorschriften der Landesbauordnung NRW überschreitet, bedarf es einer Zustimmung Ihres Nachbarn. So sichern Sie sich in jedem Fall vor späteren Auseinandersetzungen ab.

In § 6 der Landesbauordnung NRW  ist unter dem Aspekt “Abstandsflächen” festgelegt, unter welchen Voraussetzungen Sie direkt an das Nachbargrundstück angrenzend bauen dürfen. Grundsätzlich ist es ratsam, bei einem geplanten Carport am Haus erst einmal mit Ihrem Nachbarn zu sprechen.

Bauantrag Carport am Haus

Ein Bauantrag ist unumgänglich, wenn Ihr geplanter Carport nicht unter die genehmigungsfreien Regeln fällt. Ein solcher Bauantrag wird von einem hierzu qualifizierten Entwurfsverfasser mit einer Bauvorlageberechtigung für NRW erarbeitet. Dies kann zum Beispiel ein Bauingenieur oder ein Architekt sein. Damit der Bauantrag vollständig ausgefüllt werden kann, benötigen Sie:

  • eine Bauzeichnung im Maßstab 1:100
  • einen Auszug aus dem Liegenschaftskataster (bekommen Sie beim Katasteramt)
  • einen Nachweis über die Statik und Standsicherheit

Planen Sie genügend Vorlaufzeit ein, wenn Sie den Bauantrag für Ihr Carport am Haus stellen. Eine Rückmeldung vom Bauamt kann gut und gerne über eine Woche auf sich warten lassen. Bis der Bauantrag schließlich vollständig bearbeitet und genehmigt wurde, kann es noch länger dauern.

Carport bauen: Was ist zu beachten?

Der Nachbar ist einverstanden, der Bauantrag wurde genehmigt, Sie dürfen anfangen, Ihr Carport am Haus zu bauen. Auf welche Punkte sollten Sie dabei besonders achten?

Standsicherheit und Statik des Carports

In puncto Statik ist es empfehlenswert, einen vorgefertigten Carport-Bausatz zu verwenden. Denn hier können Sie sicher sein, dass die Teile hinsichtlich ihrer Statik geprüft wurden und stabil sind. Somit ist ein solcher Bausatz nicht nur standfest, sondern auch schneefest und die einzelnen Teile passen exakt zusammen.

Bezüglich der Standsicherheit sollten Sie sich in jedem Fall vorab darüber informieren, ob Ihr Boden ebenerdig ist oder eventuell ausgeglichen werden muss. Solch ein Höhenausgleich können Sie von einem Landschaftsgartenexperten durchführen lassen.

Holzimprägnierung der Carport-Bauteile

Vorgefertigte Bauteile sind in der Regel bereits imprägniert und somit vor schlechtem Wetter gewappnet. Jedoch sollten Sie zusätzlich noch einmal Holzschutzlack oder Lasur auftragen. Das hat zudem den Vorteil, dass Sie einen Farblack verwenden können, falls Sie Ihrem Carport einen individuellen Look verpassen möchten!

Das Aufstreichen der Lasur sollten Sie jährlich wiederholen. Überprüfen Sie zuvor sämtliche Trägerpfosten hinsichtlich Wetterschäden oder Fäulnis. Schließlich möchten Sie verhindern, dass Ihr Carport einstürzt! Denken Sie beim Auftragen von Lack und Lasur auch an die Umwelt und verwenden Sie umweltfreundliche Produkte.

Dachgefälle und -deckung

Empfehlenswert ist ein Dachgefälle von mindestens 2 Prozent, damit Regenwasser gut ablaufen kann. Bitumenbahnen  oder eine UV-beständige EPDM-Folie  sind gut für die Dachdeckung geeignet. Wenn Sie das Dach Ihres Carports begrünen möchten, ist die Folie ebenfalls gut geeignet.

Ein begrüntes Dach auf dem Carport bringt einige Vorteile mit sich. Es sieht nicht nur besonders hübsch aus, sondern trägt auch zum Umweltschutz und zur Sauberkeit der Luft bei. Je nach Pflanzenart können Sie seltenen Tierarten Raum bieten. Im Großen und Ganzen trägt ein begrüntes Dach außerdem zum Abdichtungsschutz vor Regen und Schnee bei.

Tipp: Informieren Sie sich beim Kauf eines Carport-Bausatzes darüber, ob die Teile für die Begrünung geeignet sind.

Checkliste Carport: Was brauchen Sie für den Bau?

Zu guter Letzt finden Sie im Folgenden einen Überblick der Dinge, die Sie unbedingt benötigen für den Bau Ihres Carports am Haus. Unverzichtbar sind:

  • ein Spaten
  • ein Zollstock (oder mehrere), Maßband
  • Hammer und Nägel
  • eine Säge
  • eine Bohrmaschine und Schraubendreher
  • Wasserwaage, Lot und Winkel

Tipp: Damit Sie ungefähr wissen, wie viel Platz Sie für Ihr Carport am Haus einplanen müssen, können Sie sich an folgenden Maßen orientieren: Für einen Klein- bis Mittelklassewagen muss ein Carport eine ungefähre Breite von 3 bis 4 Metern, eine ungefähre Länge von 5 bis 7 Metern und eine ungefähre Höhe von 2,2 bis 3 Metern haben.

Fazit zum Carport am Haus

Natürlich muss für ein Carport am Haus auch das Budget stimmen. Planen Sie zwischen 500 und 7.500 Euro ein für ein Carport, je nach Material und Größe. Eine gemauerte Garage kann insgesamt weitaus mehr kosten, zwischen 8.000 und 12.000 Euro.

Ihre Sparkasse Wuppertal  steht Ihnen gerne bei der Finanzierung Ihres Bauvorhabens zur Seite. Ob ein klassisches Carport am Haus oder ein größeres Vorhaben – lassen Sie sich gerne zu verschiedenen Finanzierungs- und Tilgungsmöglichkeiten beraten. Die Sparkasse Wuppertal  ist Ihr Partner und begleitet Sie bei sämtlichen Bau- und Wohnangelegenheiten.

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