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Währungen im Wandel – seit 200 Jahren mittendrin

veröffentlicht am 26. August 2022

Alte Währungen als Münzen

Zwei Jahrhunderte Sparkasse sind wahrlich eine lange Zeit. Da ist nicht nur eine Menge Wasser den Rhein runtergeflossen, sondern auch noch einiges andere in deutschen Landen geschehen. So hat die Sparkasse wechselnde politische Regimes durchlebt und musste sich im Alltagsgeschäft auch immer wieder an neue Währungen gewöhnen.

Im Irrgarten des Geldes

Geradezu turbulent mag es von ihrem Gründungsjahr 1822 bis zur Kaiserproklamation 1871 zugegangen sein, mit der das Deutsche Reich und bald auch eine einheitliche Währung beschlossene Sache war. Es fehlen hier die konkreten Zeugnisse, doch die Einführung der Mark wird für das Sparkassenwesen ein freudiges Ereignis gewesen sein. Denn bis dato regierten nicht nur unabhängige Fürstentümer auf mitteleuropäischem Boden, sondern es herrschte in puncto Zahlmittel und Währung das reinste Chaos vor: Bistümer, Grafschaften, Königreiche, Städte oder wie auch immer die Fetzen im politischen Flickenteppich sich benannten, agierten zumeist souverän, erließen ihre eigenen Gesetze wie auch Regeln und Werte im Geldverkehr. Im 18. Jahrhundert wurde ein Taler sogar in den preußischen Provinzen noch ganz unterschiedlich aufgewogen: Umfasste er hier 270 Schilling, so war er dort 60 Stüber und andernorts 480 Deut wert – wer kannte sich da noch aus? Aber Not macht erfinderisch: Dem Währungswirrwarr sollte eine Leitmünze als festes Wertmaß Abhilfe schaffen, während ein Verzeichnis der Wechselkurse, der „Nelkenbrecher“, dem Kaufmann und Banker zumindest ein klein wenig Orientierung bot. Die Vorzüge einer einheitlichen Währung konnten diese und andere Provisorien sowie die Abschaffung von Zollgrenzen jedoch nicht ersetzen. Auch nach 1834 waren deshalb im Alltag noch reichlich Rechenkünste gefragt.

Ordnung in Sicht

So war die Reichsgründung wohl allemal ein Grund zum Aufatmen. Sie brachte nicht nur eine gemeinsame Verfassung, sondern auch ein einheitliches und somit verlässliches Geldsystem. Nun wurde „die Ordnung des Maaß-, Münz- und Gewichtsystems nebst Feststellung der Grundsätze über die Emission von fundirtem und unfundirtem Papiergelde“ zu einer gesamtdeutschen Angelegenheit. – Allein die „Ordnung“ war hier für die Zeitgenossen vermutlich ein beruhigendes, schönes Wort, und man könnte das bedeutende Ereignis der Vereinheitlichung auch kaum gewählter und feierlicher umschreiben, als es die Verfassung im gerade zitierten Originalton tut.

Beweglich und verlässlich durch die Jahre

Die Sparkasse sollte es im Laufe ihrer Geschichte wiederholt erfahren: Mit den politischen Verhältnissen steht und fällt nicht selten auch die Währung im Lande. Dann ist nicht nur Organisationstalent, sondern oft auch ein feines Gefühl fürs Krisenmanagement gefragt – sei es im Sinne des „Aufwertungsgesetzes“ in den Zwanzigerjahren, das die Sparer für die Folgen der Inflation entschädigen sollte, oder auch des Altsparer-Gesetzes von 1953: Es kompensierte die Wertverluste bei der Währungsreform von der Reichs- zur Deutschen Mark. Man tat, was man konnte, schließlich wollte man dem Sparer auch in wilden Zeiten ein verlässlicher Partner sein.

Die vorerst letzte große Aufregung im Kassenraum brachte dann die Einführung der europaweiten Währung. Doch wohlvorbereitet und strukturiert absolviert, hat die Sparkasse auch die Umstellung auf den Euro mit Bravour und dem gebotenen Elan gemeistert. Da hatte sie ja längst Routine.

Mehr zur Umstellung von der Deutschen Mark auf den Euro gibt es in diesem Blog-Eintrag der Sparkasse Wuppertal. Hier geht’s lang.

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